Barrio | Bairro Berlin
Barrio | Bairro Berlin ist ein Festival für die lateinamerikanische Literatur. Die dritte Ausgabe findet vom 2. bis 18. Oktober 2026 in Berlin statt und präsentiert über 50 Autor:innen aus Lateinamerika und der lateinamerikanischen Diaspora in Europa. In Lesungen, Performances, Podiumsgesprächen, Workshops, auf einer Buchmesse und einem Symposium stellen sie ihre Werke vor und sprechen über Stereotype, Strategien des Erzählens, Literatur in minorisierten Sprachen, die Bedeutung der internationale Buchhandlungen und poetische Experimente.
Barrio | Bairro Berlin ist ein Festival und eine Plattform mit dem Ziel, die lateinamerikanische Kultur- und Literaturproduktion in Berlin einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Wir schaffen Synergien zwischen den verschiedenen lateinamerikanischen Initiativen, Kollektiven, Buchhandlungen, Bars, Festivals und Publikationen in der Stadt. Im Oktober 2024 fand die erste Ausgabe unseres Literaturfestival statt und eine virtuelle Karte vergangener, gegenwärtiger und zukünftiger lateinamerikanischer Veranstaltungen, Begegnungen und Orte in Berlin ging online. Insgesamt waren an diesem ersten Showcase der lateinamerikanischen Literaturszene in Berlin rund hundert Künstler:innen beteiligt, deren Biografien sowie Texte und Bilder auf diesem Portal zu finden sind. Mittlerweile wurde die Website um eine Agenda ergänzt, die einen Überblick auf kommende Veranstaltungen bietet. Barrio | Bairro Berlin ist ein virtueller Ort der Wissens- und Literaturvermittlung sowie der interkulturellen Auseinandersetzung mit Lateinamerika. Die dritte Ausgabe des Festivals findet vom 2.- 18. Oktober 2026 statt. Das vollständige Programm des Festivals findet Ihr hier.
Programm der zweiten Woche (12.-19.10.)
12.10.26
19:00
19:00
Literarische Abende. Der Garten der Musen. Gespräch und Lesung mit Bea Lema - Instituto Cervantes
12.10.26
19:00
19:00
Live Salon und Stream mit Giuliana Kiersz und Nadja Küchenmeister - Salón Berlinés
12.10.26
19:00
19:00
Schreiben, Migrieren, Widersetzen. Gespräch mit Luciana Peker - Bartleby & Co.
13.10.26
18:00
18:00
Wege nach Hause: literarische Netzwerke in der lateinamerikanischen Diaspora in Europa. Gespräch und Lesung mit Jorge Locane, Esther Andradi und Felipe Saez Riquelme - Ibero-Amerikanisches Institut
13.10.26
19:00
19:00
ARA OFÓ: Exu não cabe no silêncio mit Mayara Baptista, Uriara Maciel, Otávio Portela - A Livraria + Mondolibro
13.10.26
19:00
19:00
Literarische Abende. Der Garten der Musen. Gespräch und Lesung mit Rodrigo Fresán - Instituto Cervantes
14.10.26
19:00
19:00
An der inneren Grenze: Gespräch über minorisierte Sprachen mit Elicura Chihuailaf, Juana Adcock, Mário Gomes - Lettrétage
15.10.26
19:00
19:00
Materialien für Notfälle: Gespräch über zeitgenössische Erzählkunst mit María Fernanda Ampuero, Mariana Dimópulos, Paulina Flores - Lettrétage
16.10.26
19:00
19:00
Globaler Kiez der Zukunft. Lesung, Live-Musik, Kollektiver Druck-Workshop mit Colectivo La construcción (Juana Anzellini, Iván Txaparro, andenbuch) - andenbuch
17.10.26
14:00
14:00
Eine Reise: Poesie -und Übersetzungslabor mit Lisa Buhl und Sol Narvaez - ZLB Amerika-Gedenkbibliothek
17.10.26
19:00
19:00
Das Brot für alle: Poesie, Performance und Sound mit Tanasgol Sabbagh, Ken Yamamoto, Mariana Carvalho - Galerie Nord
18.10.26
18:00
18:00
Fiktion für ein Welt der Fake News: seriesMATERIAL mit Paulina Flores - La Escalera
19.10.26
19:00
19:00
Barrio | Bairro empfiehlt: Berlin und die lateinamerikanische Migrantenliteratur. Lesung mit Esther Andradi, Ana Rocío Jouli, Romina Tumini und Hensli Rahn Solórzano im Salón Berlinés
Künstler:innen
María Fernanda Ampuero
María Fernanda Ampuero (Ecuador, 1976) ist Schriftstellerin und Journalistin. 2012 wurde sie aufgrund ihrer Arbeit als Chronistin der Migrantengemeinschaft zu einer der bedeutendsten Lateinamerikanerinnen in Madrid gewählt, wo sie seit 2005 lebt. Ihr…
Foto: Páginas de Espuma
Tanasgol Sabbagh
Tanasgol Sabbagh präsentiert ihre literarischen Arbeiten in Performances, Audiostücken, Videoinstallationen und musikalischen Kollaborationen. Sie ist Mitbegründerin des Künstler*innenkollektivs parallelgesellschaft, sowie der gleichnamigen…
Foto: Lena Kocutar
Rodrigo Fresán
Rodrigo Fresán wurde 1963 in Buenos Aires geboren und lebt und schreibt seit 1999 in Barcelona. Er ist Autor der Bücher Historia argentina, Vidas de santos, Trabajos manuales, Esperanto, La velocidad de las cosas, Mantra (Fnac-Preis für Nachwuchstalente,…
Foto: Alfredo Garofano
Luciana Peker
Luciana Peker ist Journalistin und Autorin der Bücher „Putita Golosa, por un feminismo del goce“, das in Argentinien ein Bestseller war, sowie „Sexteame, amor y sexo en la era de las mujeres deseantes“, erschienen bei Editorial Planeta; „La Revolución de…
Foto: Salvador Batalla
Bea Lema
Bea Lema, geboren 1985 in A Coruña, Spanien, heißt eigentlich Beatriz Lema Rivera und ist eine spanische Comiczeichnerin und Illustratorin. Ihr Werk ist weitgehend autobiografisch und befasst sich mit Themen wie Wahnsinn, Trauma, Familie, Religion und…
Foto: Albert Vázquez
Juana Adcock
(Monterrey, Mexiko, 1982). Dichterin und Übersetzerin. Sie ist Autorin von „Manca“ (Tierra Adentro, 2014), „Vestigial“ (Stewed Rhubarb, 2022), „Split“ (Blue Diode, 2019; Palíndroma, 2022), das in Großbritannien mit dem Poetry Book Society Choice Award…
Foto: Saule Zuk
Nadja Küchenmeister
Nadja Küchenmeister (1981, Berlin) ist eine deutsche Dichterin und Schriftstellerin, die in Berlin lebt. Sie studierte Germanistik und Soziologie an der Technischen Universität Berlin und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und war als Dozentin unter…
Foto: Dirk Skiba
Paulina Flores
Paulina Flores (Santiago de Chile, 1988) hat einen Abschluss in hispanischer Literatur und veröffentlichte den Erzählband „Qué Vergüenza“ sowie die Romane „Isla Decepción“ und „La próxima vez que te vea, te mato“, die alle in mehrere Sprachen übersetzt…
Foto: Pascale Descazeaux
Mayara Baptista
Mayara Baptista (Pronomen: e.t.), queere Lesbe, ANTI-disziplinär, die an den Schnittstellen zwischen Theater, Stimme und Performance arbeitet. et.s Arbeit beschäftigt sich mit den Beziehungen zwischen Klang, Erinnerung, Präsenz und afrodiasporischer…
Foto: privat
Uriara Maciel
Uriara Maciel ist eine aus Bahia stammende Multikünstlerin, die seit 2015 in Berlin lebt. Mit ihrem kreativen und unruhigen Geist hat sie im Laufe der Jahre koloniale, rassistische und frauenfeindliche Strukturen überall dort ins Wanken gebracht, wo sie…
Foto: privat
Mariana Dimópulos
Mariana Dimópulos ist eine argentinische Schriftstellerin und Übersetzerin. Die promovierte Philosophin ist Autorin der Romane "Anís" (2008), "Cada despedida" (2010), "Pendiente" (2013) und "Quemar el cielo" (2019) sowie der Essaybände "Carrusel Benjamin"…
Foto: Andrreu Adrover
Felipe Sáez Riquelme
Felipe Sáez Riquelme ist Dichter, Performancekünstler und Schriftsteller. Sein Werk erkundet Literatur durch Performances, Installationen, Sound-Pieces und Texten. Er hat Una vez (2021) und Un año en trece lunas (2024) veröffentlicht, und wurde ins…
Foto: Pablo Hassmann
Esther Andradi
Esther Andradi wurde in Ataliva, Argentinien, geboren. Im Jahr 1975 wanderte sie nach Peru aus, wo sie ihr erstes Buch über die Situation der Frauen veröffentlichte. 1983 ließ sie sich in Berlin nieder, 1995 zog sie nach Buenos Aires, und seit 2003 lebt…
Foto: Peter Groth
Jorge Locane
Jorge Locane wurde in Buenos Aires, Argentinien, geboren. Dort studierte er Literaturwissenschaft und spezialisierte sich auf Literaturtheorie. Im Jahr 2008 zog er nach Berlin, wo er einen Master in interdisziplinären Lateinamerikastudien absolvierte. Er…
Foto: Privat
Jenny Haase
Jenny Haase ist Professorin für Romanische Literaturwissenschaft an der Universität Potsdam. Sie hat an der Humboldt-Universität zu Berlin über Patagonien in Reiseliteratur und historischem Roman promoviert; an der gleichen Universität wurde sie 2020 mit…
Foto: Nura van Dongen
Mário Gomes
Mário Gomes ist als Autor, Übersetzer und Dokumentarfilmemacher tätig. Er hat in Lissabon und Bonn Sprach– und Literaturwissenschaften studiert und in Bonn und Florenz in Literaturtheorie promoviert. Er war Dozent für Literatur– und Medienwissenschaften…
Foto: Elisa Balmaceda
Otávio Portela
Otávio Portela, brasilianischer Tanzkünstler, Tänzer und Choreograf aus Salvador in Bahia, der in Berlin lebt. In seiner Arbeit erforscht Otávio die Choreografie als eine erweiterte und relationale Praxis, wobei er den Körper als politisches und sensibles…
Foto: privat
Sol Narvaez
Sie wurde im Juni 1985 in Buenos Airesgeboren. Seit Mai 2023 lebt sie in Berlin. Sie ist eine nicht-binäre lesbische Person, Musiklehrerin und Kulturmanagerin. Sie veröffentlichte „unos días en el río uruguay“ (Alción, 2018) und „Frente al mar, al final…
Foto: Rob Torner
Lisa Buhl
Lisa Buhl, geboren 1989 in Berlin, ist Übersetzerin, Deutschlehrerin und Mitarbeiterin in verschiedenen Projekten zu Migration, Bildung und Sprache. Sie hat an der Universität zu Buenos Aires Argentinische und Lateinamerikanische Literaturstudiert und…
Foto: Rob Torner
Ken Yamamoto
Ken Yamamoto arbeitet an der Schnittstelle von Poesie, Performance und elektronischer Musik. Geprägt von der urbanen Geräuschkulisse Berlins und der explorativen Subkultur elektronischer Musik entwickelt er intermediale Arbeiten zwischen politischer…
Foto: Privat
Mariana Carvalho
Mariana Carvalho (São Paulo/Berlin) ist Klangkünstlerin, Musikerin und Performerin, die an der Schnittstelle von Komposition, Improvisation und Performance arbeitet. Ihre Interessen umfassen Stimme, Körper, Klangpoesie, inneres Hören, Beziehungen,…
Foto: Privat
Text & Bild
“Todo con simpleza, con la alegría de todo el mundo: una comunidad horizontal" Charlas de Barrio con Pepe Pizzi
Martina Herman
Me encontré con Jose Luis Pizzi en un café en la Oranienstraße, como me recuerda el archivo de la grabación de nuestra conversación. Fue un encuentro entrañable: Pepe es el primer protagonista de la escena literaria latinoamericana de Berlín que conocí cuando visité la ciudad por primera vez en 2022. Timo Berger, nuestro amigo en común, me llevó a una conversación entre Eduardo Halfon y Matthias Nawrat al Salón Berlinés de Kreuzberg. Yo quedé fascinada por el espacio de diálogo, interculturalidad, y familiaridad que Pepe creó. Así fue cuando volví a Berlín, fue mi primer entrevistado para el mapa de Barrio (Bairro) Berlín.
“Era como un variété: 10 minutos por artista o 15 máximo”: Charlas de Barrio con Maria Rapela
Martina Herman
En esta conversación con nuestra vecina radicada en Berlín, la artista plástica, fotógrafa y “alma“ del histórico Fieber Festival María Rapela, discutimos en torno a su actividad como co-impulsora de un festival colectivo, así como su inserción en el medio del Arte en Berlín y su pasión por los distintos campos artísticos.
Estoy sentada en el ACUD Kino de Veteranenstraße observando el patio interno, viendo a trabajadores pasar, tratando de escuchar sus conversaciones que se entremezclan con los sonidos de la calle que llego a oir. El límite entre la ciudad y este edificio, poblado de tantos espacios artísticos distintos, es poroso. De pronto, la voz suave y cálida de María Rapela me sorprende. Llega con aplomo, con el casco de su bici en su mano, y se sienta a mi lado. Me pregunta por mí, es generosa con su escucha. Pero en realidad, yo quiero saber de ella.